Meine Geschichte
Die Seite der Führung. 15 Jahre lang habe ich Verantwortung getragen – für Teams, für Entscheidungen, für Menschen. Ich habe Mitarbeitende entwickelt, aufgebaut, manchmal auch verabschiedet. Ich weiß, wie es sich anfühlt, ein Trennungsgespräch zu führen und danach mit dem Wissen zu leben, dass für den anderen gerade der Boden weggebrochen ist.
Die Seite des Betroffenen. Und dann kam der Moment, in dem ich selbst einen Aufhebungsvertrag auf dem Tisch hatte. Kein Konzept, keine Führungsrolle, keine Routine hat mich darauf vorbereitet. Ich weiß, wie sich dieser Moment anfühlt: der Boden weg, der Kopf voll, die nächsten Schritte unklar.
Die private Seite.
Die Natur habe ich schon als Kind von meiner Familie mitbekommen. Mein Vater war mit meinem Bruder und mir oft draußen unterwegs, auch wenn wir damals noch nicht zu schätzen wussten, wie viel wir dabei mitgenommen haben. Richtig zurückgefunden habe ich über meinen Hund Frodo: draußen sein, frische Luft, nichts tun müssen, einfach sein – gerade in Phasen mit viel Druck im Büro war das für mich unbezahlbar. Ein Hund hat eigene Bedürfnisse und eine ganz andere Wahrnehmung als wir Menschen – das öffnet immer wieder neue Perspektiven, auch für meine Arbeit als Coach. Genau dieses Zusammenspiel erlebe ich besonders in der Rettungshundearbeit: unterschiedliche Wahrnehmungen, die sich gegenseitig eröffnen, eine Kommunikation, die sich ständig neu einstellen muss und die Freude, wenn zwischen Mensch und Hund wirklich alles passt. Genau das treibt mich bis heute an.